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Der Unterschied zwischen Cannabis und Hanf

Der Unterschied zwischen Cannabis und Hanf

Die Begriffe Hanf und Cannabis werden im Deutschen oft als Synonyme verwendet, sodass der Unterschied häufig nicht bekannt ist. Doch leider handelt es sich hierbei um die Geschichte einer unglücklichen Namengebungshistorie, über die wir dich im Folgenden aufklären möchten! Lass uns den Versuch starten, ein wenig Klarheit in das Begriffswirrwarr zu bringen:

WAS IST HANF? 

Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Es ist eine krautige Pflanze, deren Stängel unter den passenden Bedingungen bis zu sechs Meter hoch wachsen können. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff Hanf fälschlicherweise oft für die gesamten Bestandteile der Pflanze und vor allem für alle ihre Artvorkommen verwendet. An diesem Punkt müssen wir anfangen zu differenzieren, denn Hanf ist nicht gleich Hanf.

WAS IST CANNABIS? 

Cannabis ist eigentlich lediglich die lateinische Begriffsbezeichnung für Hanf. Mit der Zeit hat sich der Begriff jedoch für die THC-haltigen Teile der Hanfpflanzen und für bestimmte Sorten unter ihnen etabliert. Im deutschen Sprachgebrauch wird Cannabis in den meisten Fällen mit der berauschenden Droge in Verbindung gebracht. 

UND WO LIEGT JETZT GENAU DER UNTERSCHIED?

Der Unterschied zwischen industriellem Hanf und Cannabis liegt vor allem in der Art des Anbaus. Ziehen wir als Beispiel einmal den industriellen Nutzhanf und das in Deutschland zugelassene medizinische Cannabis zu Rate:

Prinzipiell heißen beide Pflanzen in ihrer natürlichen biologischen Bezeichnung „Cannabis Sativa“. Beide Typen dieser Pflanzenart sehen für den Laien sehr ähnlich oder fast schon gleich aus, haben aber ziemlich wenig miteinander gemeinsam. Durch eine jahrhundertelange Domestizierung und Auswahl wurden ihre unterschiedlichen Merkmale gestärkt. Industriehanf wurde mit dem Ziel der Rohstoffgewinnung angebaut, wo hingegen man versuchte beim Cannabis die psychoaktive Wirkung zu steigern.

DER ANBAU: 

Industriehanf darf in der normalen Landwirtschaft angebaut werden, genauso wie beispielsweise Mais oder Getreide. Nutzhanf wird üblicherweise mit recht hohem Dichtegrad angebaut, die einzelnen Pflanzen stehen also nah beieinander. Hierfür wurde der Nutzhanf so gezüchtet, dass er wenig nach außen stehende Zweige besitzt. Industriehanf besitzt im Gegensatz zu jenen Hanfsorten, die zur Rauschmittel- und medizinischen Nutzung dienen, einen sehr hohen Faseranteil von 30 – 40%. Die Verwendung von Hanf als Nutzmittel reicht bis 2800 v. Chr. zurück. Die ältesten Funde stammen aus China, wo Seile aus Hanffasern hergestellt wurden. Medizinisches Cannabis jedoch, darf in Deutschland nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen gezüchtet werden. Oftmals wird es in bunkerähnlichen Anlagen, die rund um die Uhr bewacht werden, angebaut. Beim Anbau dieser Pflanzen werden meist alle männlichen Pflanzen entfernt, um eine Bestäubung zu vermeiden. Wenn eine Cannabisblüte nämlich nicht bestäubt wird, bildet sie immer weitere Blütentrauben – die sogenannten „Buds“ ohne Samen, welche nach einer Trocknung für legale medizinische oder (derzeit) illegale Freizeitzwecke genutzt werden. Beim Hanfanbau hingegen lässt man es gewollt zu einer Bestäubung der weiblichen Pflanzen kommen, um eine Samenbildung zu fördern. 

DER AUSSCHLAGGEBENDSTE UNTERSCHIED – DAS THC: 

Damit Hanf als Nutz- und Industriehanf angebaut werden darf, muss die Pflanze eine sehr geringe Menge an THC, also dem psychoaktiven Stoff der Hanfpflanze, vorweisen können. Eine industrielle Hanfpflanze darf nicht mehr als 0,2% THC enthalten, da sie ab Überschreitung dieser Grenze als Betäubungsmittel gelten würde. Die Cannabinoide des Industriehanfs inklusive des CBD enthalten also keine berauschende Wirkung.

Industriehanf kann vielseitig genutzt werden. Das Anwendungsspektrum reicht von der Nutzung der Hanffasern für die Textilindustrie oder das Baugewerbe bis hin zur Produktion von Hanfpapier. Die vitamin- und aminosäurereichen Samen werden zur Herstellung des Hanföls verwendet. Zudem wird das ätherische Hanföl, welches aus den Blättern der cannabis sativa Pflanze gewonnen wird, zur Herstellung von Kosmetikartikeln wie Cremes oder Parfums benutzt. Alle Produkte, die aus Industriehanf bestehen sind in Deutschland frei verkäuflich.

Wusstest du, dass die Jeansmarke Levi’s ihre Kleidung in den ersten Jahren aus Hanffasern herstellte? Und im März 2019 brachte die Firma eine Special Edition ihrer Hosen heraus, deren Stoff zu 31% aus Hanf bestand. Grund dafür ist, dass die Stoffproduktion mit Hanf um fast 30% wassersparender ist, als die mit Baumwolle! Hanfmaterial könnte somit eine umweltfreundlichere Alternative sein, um Bekleidung herzustellen. 

Medizinisches Cannabis jedoch kann in manchen Vorkommnissen mehr als 20% THC enthalten und unterliegt somit dem Betäubungsmittelgesetz. Es darf in Deutschland nur von Ärzten verschrieben werden und dann unter strengen Regularien von Apotheken abgegeben werden. Jedoch wächst derzeit aus manchen Richtungen der gesellschaftliche und politische Druck, eine Cannabis – Legalisierung herbeizuführen. Eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien belegen die medizinischen Eigenschaften von Cannabis. Schon unsere Vorfahren setzten die Pflanze zur Behandlung von einer Vielzahl an Beschwerden und Krankheitsbilder ein. Es wird vor allem in der Schmerztherapie, bei der Behandlung von Epilepsie oder geriatrischen Patienten verwendet. Auch psychosomatische Krankheiten können mit medizinischem Cannabis therapiert werden.

Die psychoaktive Wirkung von THC ist ohne Zweifel der Grund dafür, dass Cannabis die populärste (teilweise) illegale Droge der Welt ist. Egal ob für Riten und Feste bei unseren Vorfahren oder zum Entspannen und Lachen in der heutigen Zeit – die berauschende Wirkung von THC wird genossen. In den letzten Jahrzehnten wurde durch die Hybridisierung verschiedener Cannabis-Genetiken versucht, den THC-Gehalt der Hanfpflanze ständig zu steigern. Seit einiger Zeit lässt sich jedoch eine Tendenz zu einer nachhaltigeren Nutzung erkennen. Der Trend geht nun zu einem hohen CBD- und einem moderaten THC-Gehalt für Freizeitkonsumenten. Die damit erzielte psychoaktive Wirkung ist somit nicht mehr vorhanden.

Wir hoffen, dass wir dir den Unterschied von Hanf und Cannabis nun deutlich machen konnten. Die Morphologie und die Zusammensetzung der enthaltenen Wirkstoffe der beiden Pflanzen haben dazu geführt, dass ein und dieselbe Pflanzenart für Dinge eingesetzt werden, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Vorheriger Artikel CBD vs. THC – wo liegen die Unterschiede?