Zu Inhalt springen
40% auf JUST CBD 3000mg Gummibärchen - Überraschungsprodukt für nur 39,90 €
40% auf JUST CBD 3000mg Gummibärchen - Überraschungsprodukt für nur 39,90 €
Cannabistherapien – bei welchen Krankheiten kann Cannabis verschrieben werden?

Cannabistherapien – bei welchen Krankheiten kann Cannabis verschrieben werden?

Seit dem 10. März 2017 darf Cannabis in Deutschland unter bestimmten Umständen ärztlich verschrieben werden, was ein großer Schritt zur Imageverbesserung der Hanfpflanze sowie ein weiterer Meilenstein der Legalisierung von Cannabis ist. Medizinisches Cannabis enthält psychoaktives THC und ist nur unter strengen Auflagen legal aufgrund medizinischer Notwendigkeit erhältlich. Es muss festgehalten werden, dass Cannabis kein Allheilmittel ist, auch wenn es bei bestimmten Krankheiten eine vielversprechende Therapie darstellt. Das Wichtigste zum Thema Cannabistherapien und bei welchen Krankheiten es eingesetzt und verschrieben werden kann erfährst du hier.

WANN KANN CANNABIS VERSCHRIEBEN WERDEN?

Laut den Informationen der Techniker Krankenkasse kann medizinisches Cannabis bei folgenden Krankheiten und Anwendungsbereichen verschrieben werden:

  • chronische Schmerzen
  • Epilepsie
  • Folgen einer Chemotherapie
  • Spastizität bei Multipler Sklerose
  • Appetitsteigerung bei HIV

Ebenso kann medizinisches Cannabis auch bei Angststörungen, Schlafstörungen oder auch ADHS verschrieben werden.

Cannabis darf laut dem Gesetzgeber jedoch nur verschrieben werden, wenn andere allgemein anerkannte Leistungen nicht wirken oder eine Aussicht darauf besteht, dass eine spürbar positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder schwerwiegende Symptome besteht. Im Klartext heißt das, dass eine Cannabistherapie immer nur nach einer Bewertung des einzelnen Falles verschrieben werden kann und vor einer Verschreibung viele bürokratische Hürden überwunden werden müssen. Zudem muss die Verschreibung durch die Krankenkasse genehmigt werden.

Das medizinische Cannabis kann im Allgemeinen inhaliert oder oral aufgenommen werden. Welche Einnahmeart der Patient erhält, kann er selbst entscheiden. Medizinisches Cannabis kann in Form von Blüten oder Extrakten zur Verfügung stehen.

BEI DIESEN KRANKHEITSBILDERN IST EINE VERSCHREIBUNG VON MEDIZINISCHEM CANNABIS MÖGLICH:

1. Schmerzen

Die genaue Wirksamkeit von medizinischem Cannabis zur Schmerztherapie offenbart noch einige unerforschte Gebiete. Am ehesten wissenschaftlich belegt ist die Wirkung bei Nervenschmerzen, auch neurophatischen Schmerzen genannt. Zur optimalen Dosierung und Sicherheit sind jedoch noch Langzeitstudien erforderlich. 

Weitere Studien weisen die Wirksamkeit bei krebsbedingten Schmerzen auf. 

Bei akuten Schmerzen nach einer Operation lässt sich kein signifikanter Wirkeffekt gegenüber einem Placebo nachweisen.

2. Epilepsie

Die Wirkungsberichte von Cannabistherapien gegen Epilepsie beruhen in erster Linie auf vielversprechenden subjektiven Erfahrungen. Die Forschung in diesem Bereich ist noch in den Kinderschuhen, jedoch wächst das Interesse daran stetig. Aktuelle Studienergebnisse unterstützen jedoch die Wirkung von Cannabis bei epileptischen Erkrankungen, wenngleich methodisch hochwertige Studien noch nicht abgeschlossen sind. 

Zudem wird gerade an einer geeigneten Rezeptur zur oralen Einnahme gearbeitet.

3. Spastizitäten

Das THC des Cannabis wirkt über die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems antinozizeptiv – es verringert somit die Reizleitung der Nervenfasern. Derzeit laufen Studien zur Wirksamkeit von Medizinal-Cannabis bei Spastizitäten (als Folge von Multipler Sklerose oder Paraplegie), welche vielversprechende Zwischenergebnisse liefern. Es ist jedoch noch nicht sicher, ob die positiven Effekte auch der euphorisierenden und sedierenden Wirkung des Cannabis zugeschrieben werden können.

4. ADHS

Bisher liegen nur wenige Forschungsergebnisse zu Cannabistherapien gegen Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörungen vor. Es wurden vor allem subjektive Erfahrungsberichte veröffentlicht. In einer randomisierten experimentellen Pilotstudie wurden 30 Erwachsene untersucht. Die Symptome Hyperaktivität und Impulsivität verbesserten sich in der Gruppe, welche das Cannabis-Präparat erhielten. Weitere Studien nur Belegung der Wirkung von Cannabis gegen ADHS sind jedoch noch nötig, um reliable Aussagen treffen zu können.

5. Schizophrenie

Die Datenlage von Medizinal-Cannabis gegen Schizophrenie ist vielversprechend. Vor allem der Wirkstoff CBD spielt hierbei eine tragende Rolle. 

Während THC eher als begünstigender Faktor von Schizophrenie gilt, weisen einzelne Studien darauf hin, dass CBD eine vergleichbare Wirkung haben kann, wie synthetische Neuroleptika. Dennoch sind auch in diesem Bereich noch weitere Studien nötig, um die Wirkung konkret bestätigen zu können.

Die sich ausbreitende Lockerung und Öffnung der Gesetze zum Thema Cannabis treibt die Forschung zur medizinischen Cannabistherapie voran. Es gibt einige vielversprechende Ansätze, dennoch muss die Studienlage noch verdichtet werden, um konkrete Aussagen treffen zu können.

Nächster Artikel Der Einsatz von CBD bei Sportverletzungen!